Weg des Geistes.

Shén-yi – Raum des Geistes

Zurück von einer langen Reise zu mir selbst, die mich am Ende kein Ziel erreichen, das Haus nicht verlassen ließ und auf der ich doch den Kosmos zu erkunden vermochte, lade ich Sie ein, sich von meinem Weg der Suche nach Freiheit und Sinn inspirieren zu lassen und den Fragen nachzugehen, die uns das Leben stellt.
Ein Raum wird nicht durch das zum Raum, was ist, sondern durch das, was gerade nicht ist, aber durch das etwas Anderes überhaupt erst sein kann. Ohne ein ‚Nichts‘ könnte alles Andere nicht existieren.
Dieses Nichts ist nicht erfassbar, nicht messbar, nicht erfahrbar. Und doch ist dieses Nichts alles andere als ein nihilistisches Nichts, es ist vielmehr der Ursprung jeglicher Existenz.
Jeder Gedanke, jede bewusste Wahrnehmung, jede Empfindung und jedes Gefühl kann alleine deswegen sein, weil es den leeren Raum des Geistes gibt, den wir nicht wahrnehmen, nicht verorten können. Wir können nur wahrnehmen, was sich darin ereignet, ihn selbst aber können wir nicht wahrnehmen, nur um ihn wissen.
Es ist die letzte Instanz dessen, was wir uns vorzustellen in der Lage sind, was wir gedanklich erfassen können. Dahinter ist für unsere Vorstellung Schluss, weiter können wir mit unserer Erkenntnis nicht vordringen.
Weil wir uns selbst als Individuum in diesem Raum wahrzunehmen in der Lage sind, können wir erfassen, dass wir dieses Individuum eben gerade nicht sind, sonst könnten wir es ja nicht wahrnehmen.
Mehr gibt es über den Raum des Geistes nicht zu sagen, kann man nicht über ihn sagen, auch wenn er der Ursprung allen Existierenden ist.